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Wetter zwingt zahlreiche Starter zum Aufgeben

Der Fichtelbergmarsch hat mit 375 Teilnehmern einen neuen Rekord. Allerdings kamen nur 233 in Oberwiesenthal an.

Quelle: Freie Presse, 21.05.2013

Wetter zwingt zahlreiche Starter zum Aufgeben - Auszug

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VON KATJA LIPPMANN-WAGNER

OBERWIESENTHAL — Als ob es nicht reicht, zu Fuß von Chemnitz auf den Fichtelberg zu marschieren und 60 Kilometer sowie 1700 Höhenmeter in Angriff zu nehmen, hat Petrus etwa fünf Minuten nach dem Start einen heftigen Regenguss geschickt. Er sorgte dafür, dass die 375 Teilnehmer des Fichtelbergmarschs nass bis auf die Knochen waren. Deutlich mehr als im Vorjahr zwang das Wetter bereits vor dem ersten Verpflegungspunkt in die Knie. „Das werden etwa 60 Teilnehmer gewesen sein“, sagt Organisator Marcus Müller: „Wir können das natürlich nicht hundertprozentig sagen, da sich die Leute nicht bei uns abmelden.“ Fakt ist aber, dass 233 „Verrückte“ das Ziel erreicht haben und selbst nasse Klamotten und Blasen in Kauf nahmen. Die erste Teilnehmerin erreichte das Dach Sachsens bereits 14.30 Uhr. „Sie kam hier an, sah topfit aus und wollte auch keine Massage“, verrät Physiotherapeutin Antje Grenz von der Poliklinik aus der Markthalle Chemnitz, die sich gemeinsam mit ihrer Kollegin Doreen Geyer um verkrampfte Waden, schmerzende Füße, verspannte Schultern und Oberschenkel kümmern musste. 17.10 Uhr hatten es auch Olaf Kühnel und Sohn Moritz aus Neudorf geschafft. Während der Vater etwas mitgenommen aussah, strahlte der Nachwuchs über das ganze Gesicht und kommentierte: „Mein Vati hat den strafferen Laufschritt.“ Die beiden motivierten sich gegenseitig. „Ich komme jetzt in das Alter, wo ich mir hin und wieder etwas beweisen muss“, so der 45-Jährige Olaf Kühnel: „Der Reitsteig, die letzten zwei Kilometer sind das Schlimmste.“ Daniel Pönitz, ebenfalls Neudorfer, sah es etwas anders: „Bergab geht es schrecklich in die Waden und ins Schienbein.“ Zwischendurch seien sogar die Klamotten wieder trocken geworden. „Das muss so zwischen Elterlein und Markersbach gewesen sein. Nun sind sie wieder nass – durchs Schwitzen.“ Die letzten Meter lief der Erzgebirger mit Marek Nizielski aus Freiburg. Beide waren sich einig: „Der Marsch ist bestens organisiert.“ So schafften die Organisatoren 105 Kilogramm Bananen, 50 Kilogramm Äpfel und 380 Eier heran. Besonders beliebt sei das Fichtelbergmarsch- Früchtebrot. „Das gibt es nur bei uns. Es ist ein schweres, nasses Brot mit Trockenfrüchten“, so

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