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Alles zum Thema "Wanderschuhe"

Wanderschuhe sind, wie der Name schon sagt, Schuhe zum Wandern. Aber nicht nur zum klassischen Wandern durch Wald und Flur eignen sich diese speziellen Schuhe. Wanderschuhe eignen sich auch zum Wandern im Hochgebirge bis hin zum Wandern auf Schneefeldern.

Bauweise und Materialien von Wanderschuhen

Der Schaft von Wanderschuhen ist meistens deutlich höher als bei normalen Schuhen. Um dem Fuß und dem Knöchel genügend Halt zu geben, reicht der Schaft von Wanderschuhen meistens deutlich über den Knöchel hinaus.

Die Sohle von Wanderschuhen ist meistens fest und hat ein ausgeprägtes Profil, sodass sie auf unwegsamem Gelände wie Steine, Felsen, Matsch oder Eis genügend Halt bieten. Für das Material der Sohle wird hauptsächlich Gummi verwendet.

Das Obermaterial eines Wanderschuhs besteht je nach Einsatzzweck entweder aus Leder, Nylon oder einer Kombination aus beiden Materialien. Leder ist deutlich haltbarer als Nylon, außerdem ist ein Lederschuh weitgehend wasserdicht. Ein Nachteil von Leder ist, dass es im Vergleich zu Nylon weniger atmungsaktiv ist, d.h. in Lederschuhen schwitzt man schneller und stärker als in Wanderschuhen aus Nylon.

Der Vorteil von Nylon ist neben der Atmungsaktivität die Flexibilität des Materials im Vergleich zu Leder. Außerdem ist es meistens leichter als Leder. Der Nachteil ist die geringere Haltbarkeit sowie die geringere Belastungsgrenze von Nylon. Aus diesem Grund wird Nylon hauptsächlich bei leichten Wanderschuhen für leichtes und ebenes Gelände wie bspw. Feldwege oder Wege im Stadtpark verwendet, während Leder als Obermaterial für Wanderschuhe, die auf schwierigerem und unwegsamerem Gelände bis hin zum Hochgebirgseinsatz und Gletscherwanderungen, verwendet wird.

Wanderschuhe sind entweder geklebt oder genäht. Bei genähten Wanderschuhen gibt es verschiedene Techniken, die verschiedenen Teile des Schuhs zu verbinden. Die bei uns gebräuchlichste Art ist die zwiegenähte Machart. Besonders schwere Bergstiefel werden auch trigenäht.

Wanderschuh-Kategorien

Wanderschuhe unterscheiden sich je nach Einsatzzweck in Form, Material und Verarbeitung. Um etwas Licht in das Dickicht der verschiedenen Modelle zu bringen, werden Wanderschuhe in vier Kategorien eingeteilt:

Wanderschuhe der Kategorie A sind leichte Wanderschuhe mit hohem Tragekomfort, aber geringer Stabilität. Sie eignen sich für Spaziergänge durch Wald und Flur und für leichte Wanderungen im Mittelgebirge.

Wanderschuhe der Kategorie B sind relativ feste Wanderschuhe mit fester Sohle und hohem Schaft. Diese Kategorie eignet sich für das klassische Bergwandern.

Wanderschuhe der Kategorie C sind relativ schwer und haben eine sehr feste Sohle und einen hohen Schaft. Sie eignen sich für Wanderungen in Hochlagen und zum Überqueren von Schneefeldern.

Wanderschuhe der Kategorie D sind sehr schwer und besitzen einen hohen Schaft. Die Sohle ist absolut steif, sodass man Steigeisen an sie anbringen kann.

Tipps zum Kauf von Wanderschuhen

Wanderschuhe sollte man immer nachmittags kaufen, denn dann sind die Füße angeschwollen und besitzen die Größe, die sie später auch bei einer Wanderung haben werden. Außerdem ist es empfehlenswert, zur Anprobe die eigenen Wandersocken mitzubringen, sodass man von vorneherein weiß, wie sich der Schuh mit den Socken anfühlt.

Ein Wanderschuh muss an der Ferse fest sitzen. Vorne an den Zehen muss dagegen genügend Platz sein, damit sich die Zehen frei bewegen können. Die Zehen dürfen jedoch, besonders beim Bergablauf, nicht vorne anstoßen.

Neue Wanderschuhe sollte man immer auf kurzen Strecken einlaufen. Wer mit nagelneuen Wanderschuhen gleich auf große Tour geht, der riskiert mit fast hundertprozentiger Sicherheit Blasen.

(Quelle: www.netzwissen.com)

 

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